Beziehungsperspektive - Wir sind wieder da!

Shownotes

Nach mehr als 1 1/2 Jahren Pause mit unserem Podcast sind wir nun wieder da.

Wir sprechen darüber, wie sich das anfühlt, so lange nicht „funktioniert" zu haben, und darüber, was zur Pause geführt hat. Zugleich hat sich unsere Arbeit weiterentwickelt und ist tiefer geworden. Unsere neue Webseite ist inzwischen auch online und spiegelt unsere Arbeit besser und umfassender wieder.

Das Geworden-Sein der einzelnen Menschen, die miteinander in Partnerschaft leben zu sehen und zu würdigen, statt „nur" an Verhaltens-Mustern zu arbeiten, Das bedeutet auch, die inneren Kinder in uns nicht nur zu sehen, sondern sie auch sprechen zu lassen, ihnen eine Stimme zu geben..

Auf diese Weise lernen sich Menschen nicht nur als Partner besser kennen, sondern vor allem auch sich selbst. So gesehen ist biografisch orientierte Paartherapie auch eine Art doppelter Psychotherapie. Abschließend besprechen wir, welche spannenden Themen wir in nächster Zeit behandeln wollen. Wir freuen uns darauf!

Ihr findet uns auch hier: https://www.beziehungsperspektive.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Dann fangen

00:00:01: wir an.

00:00:05: Ja, hallo erst mal und nach langer Zeit.

00:00:11: Herzlich willkommen auf von mir im Beziehungsperspektive Podcast und ich habe gerade mal geguckt Auf Spotify in der Liste.

00:00:23: Die letzte Folge haben wir am zehnten November, im Jahr ist es an der Reibe Jahre hier hochgeladen.

00:00:29: Oh mein Gott!

00:00:32: Wir sind auch irgendwie ganz aufgeregt und haben das Gefühl, das noch nie gemacht zu haben.

00:00:39: Und wir sitzen jetzt ganz neu in dem neuen Studio unseres Sohnes.

00:00:46: Das gehört zu den Veränderungen.

00:00:50: Also das war auch etwas, was wir uns für heute vorgenommen hatten.

00:00:54: So über Pause, über Veränderungsprozesse zu sprechen wo du aber gerade eben das sagt hast Wir sind ganz aufgeregt habe ich grade noch mal mich reingespürt und Ich hab' auch so eine Scham gespürt.

00:01:09: in dem Moment also wirklich so Oh Gott, was denken denn die Leute wenn wir jetzt anderthalb Jahre nicht funktioniert haben und dann plötzlich wieder auf der Bildfläche erscheinen?

00:01:17: Das ist das wo ich merke.

00:01:19: Das begleitet mich sowieso auch im Leben so, wenn irgendwann mal etwas einen Abbruch gefunden hat und dann Leuten zu begegnen im Außen und zu erzählen warum hat es in diesen Abbruchs gegeben?

00:01:34: Ja, das ist natürlich ... das kenne ich auch.

00:01:38: Ja, das einfach ist davor.

00:01:41: Also als wir das letzte runtergeladen hatten und den Podcast gemacht haben... hochgeladen natürlich!

00:01:50: Man merkt irgendwie, wir haben echt keine Ahnung mehr ich jedenfalls nicht.

00:01:56: Und da sind wir irgendwie ganz anders gestartet.

00:01:59: Da waren wir ganz anders drin in dieser Kontinuität und im Arbeiten darüber erzählen, was wir tun.

00:02:08: Was wir arbeiten und was wir im Leben wollen eigentlich.

00:02:13: Und jetzt sind wir so dabei irgendwie das so langsam wiederzufinden eigentlich?

00:02:17: Was wollen wir eigentlich?

00:02:19: Worum soll es eigentlich gehen?

00:02:22: Also im Prinzip war's schon klar.

00:02:25: Wir haben halt unsere Bartherapie Praxis.

00:02:29: Naja, ich glaube so ein Punkt der so ein bisschen für eine Unterbrechung gesorgt hat war nach meinem Gefühl.

00:02:36: Also spreche ich jetzt mal von mir.

00:02:38: Ich mich irgendwie ein bisschen verrannt habe in dem Thema Außendarstellung und im Thema Aktivität nach außen.

00:02:46: also wir waren ja beide mit einer Kollegin dabei irgendwie eine Akademie aufzuziehen usw.

00:02:55: haben uns dann da nacheinander mit einem Abstand von ungefähr einem Jahr aus dem Kontakt zurückgezogen, weil es menschlich nicht passte.

00:03:04: Also das sind ja alles so Erschütterungen die es mit sich gebracht hat und ja dass ich offen eine neue Ausrichtung gesorgt hatte also wirklich nochmal auf den Prüfstand zu stehen während wir halt so irgendwie vor uns weiterhin gearbeitet haben.

00:03:20: unsere Klienten hatten wirklich aber noch mal wie präsentieren wir uns eigentlich nach außen und entspricht das eigentlich noch der Atemweise, wie wir arbeiten.

00:03:34: Wir haben unsere Praxis jetzt seit Jahrzehntausendfünfzehn also es sind mehr als zehn Jahre und in der Zeit hat sich ja auch eine Art zu Arbeiten rostkristallisiert die wir machen.

00:03:47: Also ich wollte nochmal so ein bisschen auf diese Charme besprochen hast, weil wir tatsächlich ja vorher schon eigentlich ganz gut herauskristallisiert haben wie wir arbeiten wollen und also die Arbeit an sich hat sich gar nicht mal so sehr geändert aber es ist was dazugekommen.

00:04:05: Und um auf die Scham zu kommen das ist etwas was einfach wichtig ist anzusprechen, weil diese Erschütterung von denen du auch sprichst, diese Er schüttere.

00:04:17: ich habe immer wieder dafür gesorgt auch Verunsicherung reinzubringen und eben einfach immer wieder Arbeitsweise zu hinterfragen.

00:04:30: Und das ist ja einerseits total gut, ne?

00:04:32: Und andererseits ist es immer wieder so als wenn ich mich auf den Nullpunkt stellen würde und immer wieder bei los anfange, loszugehen... ...und immer wieder irgendwie diese Angst in mir trage am Ende nicht da anzukommen wo ankommen will oder ein bisschen vom Weg abzukommen.

00:04:55: Eigentlich sind das ja so Selbstwertthemen, ne?

00:04:58: Durchaus wo ich tatsächlich denke... Das ist gar nicht so üblich als... Ich sag's jetzt mal ein bisschen salopp als professionelle Serienklempner sich damit zu zeigen dass man selber auch seine Struggles hat.

00:05:19: Ich finde es aber gleichzeitig auch wichtig, einfach menschlich zu sein und sich auch in der eigenen Menschlichkeit durchaus auch innerhalb eines gewissen Raums zu zeigen.

00:05:31: Also absolut!

00:05:32: Das ist glaube ich auch das was wir... also wo ich zumindest das Gefühl habe jetzt inzwischen nach dieser Pause auch tatsächlich sicherer geworden zu sein.

00:05:43: Das geht mir auch so.

00:05:44: Sicherer im Struggle-In.

00:05:46: Da gar nicht so das Gefühl zu haben Ich muss jetzt eigentlich auf irgendeiner Linie wirklich genau funktionieren oder ich muss auf dieser Linie am besten weiter gleiten und es muss alles so reibungslos funktionieren.

00:06:01: Ich glaube, das war was wir ganz gut gelernt haben dass es eben einfach nicht so ist und dass auch nicht unbedingt nötig ist genau da ankommen, wo wir eigentlich hin wollen.

00:06:14: Wenn wir eben genauso sind wie wir sind und wenn wir einfach die Fehler machen – also die vermeintlichen Fehler sind ja meistens gar keine Fehler aber das was wir vielleicht früher als Fehler angesehen haben dann eben zu merken dass sind keine Fehler sondern das ist eben einfach genau das wo wir uns jetzt auch hinwagen, wo Und wo es früher ganz klar gewesen wäre, dass der hier ist eine Grenze.

00:06:42: Also hier hört die Professionalität auf und deswegen darf man da auch gar keinen Fall hingehen.

00:06:50: Aber tatsächlich ist das eben nicht so, dass die Professionalkeit da aufhört sondern, dass es dann manchmal auch da erst gerade anfängt.

00:06:58: Ja, ja... Da wo wirklich eine menschliche Verbindung Genau.

00:07:06: Entstehen kann, also jetzt nicht in dem Sinne dass unsere Klienten und unsere besten Freunde werden oder werden müssen aber in dem Sinn sich ja tatsächlich... Also ich denke es gerade nochmal an Klaus Grawe diesen großen als der Großen nicht aber von der Bundesregierung eingesetztem Psychotherapieforscher der nach der Wirksamkeit vom psychotherapeutischen Verfahren forschen sollte und letztlich fünf Wirkfaktoren gelingen, der Psychotherapie herausgearbeitet hat und gesagt hat.

00:07:43: Der größte Wirk-Faktor ist die zwischenmenschliche Verbindung.

00:07:47: Und die kann ja eigentlich nur da entstehen, wo auch ein Therapeut ein Stück weit bereit ist sich hinter seiner Rolle blicken zu lassen... ...und sich überhaupt zu zeigen?

00:08:01: Ja, in seinem Mensch sein.

00:08:04: Ich glaube, da haben wir durchaus angefangen auch schon vor der Pause in die Richtung zu gehen.

00:08:10: Das war glaub ich immer schon auch unsere Ausrichtung dass wir uns so Indikaten haben blicken lassen also sehr Blicken lassen sogar.

00:08:21: Also mir gingen gerade zwei Dinge durch den Kopf.

00:08:23: einmal das ich früher vielleicht manchmal zu sehr gemacht habe was auch Menschen verschreckt hat Das ist so das eine, also für mich auch ein gesundes Maß aus Tarien und das andere dass wir gerade von Beziehungsthemen sprechen.

00:08:41: Also in dem Fall haben wir jetzt gerade von Therapeuten-Klientenbeziehungen gesprochen aber das geht ja im Grunde genommen genauso für Paarbeziehung, für partnerschaftliche Beziehungen überhaupt für Beziehungsverbindungen eigentlich da entsteht, wo der Mensch das Wesen hinter einer Rolle spürbar wird.

00:09:11: Wenn das Wiesen der Mensch nicht spürber wird bleibt die Rolle eigentlich leer und damit entsteht auch keine Verbindung.

00:09:20: und ich rede mal einen kurzen Moment weiter weil ich so das Gefühl habe dass uns diese Ausrichtung klare geworden ist, dass wir sowohl in unserer Partnerschaft die es dieses Jahr sieben, dreißig Jahre werden als auch in der Arbeit mit Klienten immer mehr wegkommen von so einer Vorstellung.

00:09:45: Da muss irgendwas funktionieren auf eine bestimmte Art und Weise.

00:09:51: Dann muss Partnerschaft auf ne bestimmte Atemweise funktionieren.

00:09:58: Das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt, also wie die Partnerschaft funktionieren muss.

00:10:02: Dass sie nämlich nicht auf eine bestimmte Art und Weise funktionieren müssen sondern dass da genau es noch viel individueller gehen kann das wir da bereit sind genauer hin zu gucken Wie?

00:10:17: Wie ist es in diesem ganz speziellen Fall?

00:10:20: was für Hintergründe was für Sehnsüchte was für Geschichten laufen denn da, was sind das für spezifische Menschen die da vor uns sitzen?

00:10:32: Und was für Geschichten bringen Sie in die Partnerschaft mit?

00:10:36: Genau.

00:10:36: Was für Geschichte bringen sie in die Beziehung mit?

00:10:42: Also ich glaube wenn ich jetzt so drüber nachdenke habe ich vor der Pause ... Da war ich sehr sehr so drin oder sehr auch behaftet in Mustern sozusagen.

00:10:56: Also welche Muster bringen die jeweiligen Partner mit und was greift dann eben ineinander?

00:11:03: Und da bin ich sehr irgendwie, oder da bin eigentlich zu wenig wirklich bei den ganzen Menschen geblieben sondern zu sehr in die einzelnen Muster reingegangen also Verhaltensmuster sozusagen.

00:11:21: bringt derjenige mit an Muster, wo entstehen dann Ängste?

00:11:25: Wo entstehen Verhaltensmuster die dann wieder in die Verhaltungsmuster des anderen genau reingreifen und da wie so ein Schlüssel-Schlossprinzip wieder bestimmte gemeinsame Muster hervorrufen.

00:11:42: Beziehungsdynamik was ja auch nicht falsch ist und durchaus so der Einstieg wo wir auch durch unsere eigene Partnerschaft zum einen merken, dass manche Muster wahnsinnig hartnäckig sind.

00:12:02: Das Muster ineinander greifen, deine und meine Muster das ein in die Muster des anderen reingreifen und sich akkumulieren.

00:12:12: Das ist ja das eine und tatsächlich da dann aber tiefer zu gehen, um zu verstehen wo kommt es denn her?

00:12:22: Nämlich aus der eigenen Lebensgeschichte und aus der eigenem Biografie.

00:12:26: Und sind häufig über Lebenstrategien die uns irgendwann mal den Arsch gerettet haben ums erlaubt zu sagen ja jetzt komme ich wieder auf diesen Begriff den ich früher auch schon einmal gerne verwendet habe das geworden sein wirklich zu sehen das eigene geworden sein zu würdigen und zur Wert zu schätzen, weil es mich zu den Menschen geformt hat der ich bin.

00:12:57: Und über die Selbstakzeptanz und die Selbstwertschätzung in die Kapazität zu kommen diese Akzeptanz- und Wertschätzungen auch seinen Beziehungsgegenüber angedeihen zu lassen.

00:13:14: also wo ich tatsächlich merke Es geht gar nicht immer mehr zwingend darum, Lösungen zu finden mit dem Ergebnis.

00:13:23: So jetzt funktioniert es so wie wir uns vorgestellt haben sondern zu verstehen ah das bist du dass bin ich genau.

00:13:34: also natürlich gibt's dann darum auch einen Umgang damit sich selbst zu finden umgang damit zu finden die Frage wie gestalten wir unseren gemeinsamen Raum?

00:13:45: Aber was ich immer wieder immer mehr merke, es kommen häufig etwas anderes und manchmal viel besseres bei raus als das, was ich mir so vorher als Lösungsweg ausgemeidte.

00:13:58: Unbedingt!

00:14:00: Weil das bei mir eigentlich schon so war, weil das meine Ausrichtung, also weil mein Wesen ist, eigentlich selten vorher zu wissen... Wie könnte es denn gehen?

00:14:15: oder was könnte ich denn?

00:14:18: Welche Möglichkeiten hätte ich denn da, weil ich immer davon ausgehe einfach erst mal zu gucken.

00:14:24: Was zeigt sich mir an Situationen und Personen und Wesen?

00:14:35: Alles das, was interessant in dem Moment ist.

00:14:39: aber worauf ich noch kommen wollte, war was sich für mich verändert hat.

00:14:43: auf jeden Fall ist also im Zusammenhang mit dem Biografischen.

00:14:48: Was ja so unsere Neuausrichtung beinhaltet das innerhalb dieses biographischen, dieses geschichtlichen wir auch uns nicht nur eben im erwachsenden Kontext bewegen und unseren Klienten dass es nicht nur darum geht wie funktionieren wir als Erwachsene miteinander.

00:15:15: Was haben ja dafür Strategien, um irgendwie das Zusammenleben zu gestalten?

00:15:23: Sondern eben auch was kompiografisch zum Tragen, wo kindliche Energien eine Rolle spielen und die kindlichen Energien viel eher noch reagieren als die Erwachsenen.

00:15:38: Wir daran, glaube ich manchmal gescheitert sind dass wir vorher zu sehr auf dieser erwachsenen Ebene eingegangen sind und es aber eigentlich manchmal keine vernünftige Erklärung für irgendwelche Verhaltensweisen gab.

00:15:53: Und ist im Prinzip manchmal also verstärkt darum ging zu gucken wie tatsächlich bei beiden Beteiligten die kindliche Ebene eigentlich reagiert.

00:16:10: Und das auch in den Vordergrund zu stellen, auch nicht zu sagen so naja da hast du kindlich reagiert.

00:16:15: jetzt kommen wir mal wieder auf die Erwachsenen-Ebene und wie sieht es denn aus?

00:16:19: Sondern

00:16:20: wirklich

00:16:22: die inneren Kinder... Die inneren Kindern tatsächlich auch wirken zu lassen also sie sich auch wirklich sprechen zu lassen.

00:16:34: Also sie in dem Moment nicht eben nur als innere Kinder sein zu lassen und auf den Schoß zu nehmen, um zu streicheln.

00:16:42: Ich sage es jetzt mal ein bisschen salopp sondern eben tatsächlich sprechen zu lassen weil die eine viel höhere Bedeutung haben als wir das vorher so gedacht hätten.

00:16:53: da war's vielleicht einfach ganz gut mal dahin zu gucken und zu sehen wie fühlen sie sich ja gerade?

00:17:00: Und dann gehen wieder auf der wachsenden Ebene.

00:17:03: aber in diesem Fall haben wir wirklich festgestellt, dass die inneren Kinder agieren und das es auch wichtig ist, dass sie agieren.

00:17:13: Wir dürfen sie nur nicht alleine lassen.

00:17:15: Es ist ganz klar, dass diese Erwachsenen dabei sein müssen.

00:17:19: Auch das war ein Prozess den ich für mich gemacht habe zu merken an welchen Stellen es leider immer wieder passiert, dass der Erwachsene das Kind allein lässt.

00:17:33: Und wenn wir jetzt eben bei den Paaren sind, dann ist es wichtig dass wir sozusagen unsere Kinder auch in dieser Paar-Situation mit ins Boot holen.

00:17:45: Die

00:17:46: inneren Kinder und sie sprechen lassen und gleichzeitig für sie da sind jeder für sein eigenes Kind.

00:17:56: Und dann erst merken die ganze Zeit hat ihr ein inneres Kind in mir gekämpft, darum gesehen und akzeptiert und gewertschätzt zu werden, während der Erwachsene eigentlich immer so ein bisschen dagegen gezogen hat.

00:18:14: Weil ich dachte, na ja, darum geht es doch jetzt hier nicht.

00:18:18: Und um das zu würdigen, dass diese inneren Kinder aber ihr das Recht haben auch gewert schätzt und gesehen zu werden... ...und

00:18:27: nicht

00:18:28: in die Wüste geschickt zu werden!

00:18:33: Also dafür ist es wichtig, dass sozusagen auch gerade die Paare beide von dem gegenseitigen Kind des anderen wissen und einfach... also das geht nicht darum, dass sie sich um das Kind kümmern.

00:18:47: Das tut jeder für sich selber.

00:18:50: Ganz richtig?

00:18:51: Ja ganz wichtig!

00:18:52: Aber es geht darum zu wissen, dass es dem anderen Kind jetzt vielleicht gar nicht so gut geht Und es geht nicht darum dann damit etwas zu tun, sondern es geht einfach nur darum das mit einzubeziehen und das eben nicht zu ignorieren.

00:19:12: Ja, würde ich sagen ist auch darum wichtig weil wenn ich um dein inneres Kind oder um deine inneren Kinder weiß und so ungefähr weiß wo und wann die in Not geraten Kann ich das sehen, ohne es auf mich zu beziehen?

00:19:36: Das ist was vor, ich merke.

00:19:38: Es gibt mir viel Ruhe und Stabilität insbesondere wenn ich weiß dass ich nicht für deine inneren Kinder Verantwortung übernehmen muss sondern dass du die Verantwortung für deine erinneren Kinder hast und übernimmst.

00:19:54: auch dafür ist es sehr wichtig sie eben halt nicht wegzuschicken einen angemessenen Raum zu geben.

00:20:05: Und das wiederum gibt mir auf der anderen Seite und es funktioniert andersherum ja genauso wenn meine inneren Kinder aktiv sind oder ihren Raum brauchen, dass ich die Verantwortung dafür übernehme weil's meine innerigen Kinder sind und du weißt... Das ist nicht deine Baustelle!

00:20:27: Genau, ich glaube das was für mich daran neu war ist eben dass es zwar nicht meine Baustelle ist aber dass ich sehr wohl doch etwas damit zu tun habe.

00:20:41: Dass es wichtig ist da eben das zu wissen.

00:20:45: Es ist wichtig wo stehst du gerade und wo stehst du auch gerade mit deinem inneren Kind?

00:20:51: Nicht um damit irgendwas zu tun dafür übernimmst du die Verantwortung und das ist auch total wichtig, dich immer wieder zu sagen.

00:21:00: Aber um einen kennenlernen, um ein Erkennen immer wiederzuhaben, um zu wissen so ah das bist Du!

00:21:09: Und das is dein inneres Kind.

00:21:12: also das habe ich früher vielleicht auch schon mal gesagt wir erleben uns ja eigentlich immer wieder neu als Paar.

00:21:19: Und das liegt unter anderem daran, dass auch wir in der Regel nicht nur ein inneres Kind haben was agiert sondern mehrere.

00:21:28: und diese verschiedenen Facetten wenn ich jetzt einfach mal als Facetten nehme die im Laufe der Zeit einfach rauskommen können und damit uns als Wesen ja noch viel spannender und interessanter machen dass die beteiligt sein können eben in der Partnerschaft.

00:21:46: Einfach als Interessante, als interessantes Wesen und diese verschiedenen Facetten immer wieder unterschiedlich seien können Und ich sie als Partner auch immer wieder neu erkennen kann.

00:22:05: Also die Probleme fangen häufig dann auch an wenn Paare einfach aus aus Unsicherheit heraus sozusagen sich oder Facetten voneinander gegenseitig ignorieren, einfach weil sie überfordert sind auch damit.

00:22:24: Was kommt da jetzt schon wieder von dem anderen so ungefähr?

00:22:28: Das ist tatsächlich was ich gerade denke.

00:22:32: also stichwort Überforderung das braucht schon Kapazitäten.

00:22:39: Also

00:22:40: absolut!

00:22:43: Ich scholz mich fast zu sagen, das ist schon ein bisschen was für Fortgeschritten.

00:22:49: Aber jeder Weg fängt ja auch erstmal mit einem ersten Schritt an.

00:22:54: Klar manchmal braucht es Zeit also ich denke jetzt gerade dran.

00:22:57: wir haben ja Klienten oder auch klienten Paare und das ist sehr unterschiedlich.

00:23:05: Also mit manchen arbeiten wir drei Sitzungen und dann sind Knoten geplatzt Und mit anderen dauert es länger und wird dann auch eine Kombination aus Paratherapiesitzung und Einzeltherapie-Sitzungen, weil das sich selbst kennenlernen einfach ein ganz wichtiger Faktor dabei ist.

00:23:25: Ich sage ja manchmal so gerne, naja, Partherapy ist doppelte Psychotherapie in der es darum geht, sich selbst... kennenzulernen und unwürdigen zu lernen, aus Selbstverurteilungen rauszukommen usw.

00:23:46: Also all das sind im Grunde genommen Vertiefungsprozesse die in den letzten anderthalb Jahren passiert sind.

00:23:55: Ich würde ganz gerne den Bogen rund kriegen merke ich gerade genau.

00:24:02: wir haben die Pause auch genutzt um unsere Webseite neu aufzubauen.

00:24:09: Genau, das biografische damit einzubeben?

00:24:13: Haben da ein bisschen gebraucht die richtigen Menschen zu finden, die uns unterstützen.

00:24:21: Wenigstens interessiert wer das war kann noch unserer Webseite im Impressum Markschau unter oder unten in der Last steht.

00:24:31: Stehen Frank und Annegret glaube ich drin.

00:24:35: Mit der Webseite haben wir ja unsere Praxissen neuen Untertiteln gegeben sozusagen.

00:24:43: Ja, biografisch orientiert?

00:24:46: Biographisch orientierte Paar und Psychotherapie.

00:24:49: Ich überlege gerade wie war es denn eigentlich vorher Praxis für Paar- und Sexualtherapien?

00:24:54: also auch da gab's nochmal eine kleine Veränderung.

00:24:57: aber das Die Prozesse, die wir jetzt gerade irgendwie relativ ausführlich beschrieben haben mit inneren Kindern und so weiter.

00:25:06: Und den Blick in die Prägung, in die Lebensgeschichten der Menschen.

00:25:11: Dass das wirklich im Untertitel seinen Nienerschlag gefunden hat war für mich und ich glaube für uns ein... ja auch ein wichtiger Schritt in anderes Selbstbewusstsein, dem wirklich einen klaren Namen zu geben.

00:25:26: Ja

00:25:26: absolut!

00:25:27: Also hin zur biografisch orientierten Paramsychotherapie.

00:25:33: Das hatte natürlich auch was zu tun mit, also wie man so schön sagt.

00:25:37: Ich mag den Begriff eigentlich nicht diesem Alleinstellungsmerkmal.

00:25:40: Also wobei das so sehr Alleinstllungsmerkmals ist es ja gar nicht.

00:25:45: Aber es geht sozusagen dieses biografisch orientierte.

00:25:49: Es geht natürlich auch in Richtung Trauma, wobei es uns wichtig war dass wir einfach das nicht auf Trauma eingrenzen sondern dass das Trauma dabei sein kann oder dass er dabei ist.

00:26:03: Also das ist ein großes Thema und es ist ganz groß geworden in letzter Zeit gesellschaftlich.

00:26:10: Und gleichzeitig ging's uns darum, eben dann wirklich auch das mit einzubeziehen was es einfach

00:26:16: an

00:26:18: unterschiedlichsten biografischen Formen da gibt die Einfluss haben, die einen großen Einfluß haben.

00:26:28: Das ist vielleicht tatsächlich auch nochmal wichtig.

00:26:32: also Wahrscheinlich wäre es im Sinne einer Suchmaschinenoptimierung gut sogar öfter den Begriff Trauma auf der Webseite stehen, weil's einfach gerade so umwok ist von Trauma zu sprechen.

00:26:48: Aber tatsächlich würde ich sagen selbst wenn keine schwerwiegenden Traumata erlebt wurden in der Kindheit hat Kindheit ja geprägt.

00:27:00: Auf jeden Fall!

00:27:03: Keine Kindheit war nur Zucker.

00:27:05: Und wenn es nur Zucker war für Zuckaris, um mal ein schlichtes Bild zu packen, weil wir manchmal ja auch Klienten oder Teile von Paaren da haben die... Also ich habe das in letzter Zeit öfter gehabt dass das Paare kam wo sie ist.

00:27:23: Ja der eine hat ja eine ganz traumatische Kindheit gehabt und der andere oder die andere hat eine ganz glückliche Kindheit gehabt.

00:27:31: Das war gerade letztes Mal.

00:27:33: Also ich habe es zwei, drei mal in letzter Zeit gehabt.

00:27:37: Darum freue ich mich gerade so über dieses Bild mit dem Zucker.

00:27:42: Selbst eine Kindheit, die nur Zucker war kann auch ihre Probleme mit sich bringen.

00:27:48: Wobei sie sich da rausgestellt hat was das keineswegs Zucker war.

00:27:53: also Das ist im Grunde genommen das, was wir immer wieder feststellen.

00:28:01: Dass da dieses Bild von glücklicher Kindheit in ganz vielen Fällen hinterfragt werden muss und es tatsächlich sich dann eventuell sogar rausstellt dass keineswegs glücklich war.

00:28:14: Ja ein bisschen möchte ich aber trotzdem eine Lanze dafür berechnen aus seine Kindheit glücklich zu erinnern weil auch das ja am Anteil ist den es zu würdigen geht.

00:28:25: Das ist nicht nur als Überlebensstrategie, sondern auch tatsächlich als Ressource.

00:28:31: So weil ich es mittlerweile wirklich eine hohe Kompetenz finde ja wirklich auch den Fokus auf das positive richten zu können und nicht immer nur am Problem sich festzuklammern.

00:28:46: Das wäre so das Gegenmodell hin.

00:28:51: also gibt ja durchaus beides, also die Menschen, die nicht hinschauen wollen wo das Problem ist und auf gar keinen Fall.

00:29:01: Und auch der anderen Seite, die sich nur darauf fokussieren und ja, wo die Kompetenz auch das Positive sich zu gönnen, sage ich gerade mal, mit ins Leben zu holen.

00:29:19: Aber ich habe so das Gefühl, also wir haben Stoff für nächste Podcast-Freund.

00:29:25: Das mit dem inneren Kind würde ich auch gerne noch mal eine eigene...

00:29:29: Ja, das ist ein großes Thema.

00:29:31: Also es fächert sich offensichtlich gerade wieder auf.

00:29:34: Was es

00:29:35: für Themen eigentlich alles gibt

00:29:37: und das

00:29:37: ist viel!

00:29:38: Ja, und es sind ganz viele neue Themen tatsächlich auch.

00:29:42: Und das ist

00:29:43: schön, dass sich das entwickelt.

00:29:44: Ich hätte jetzt spontan nochmal eine Frage.

00:29:46: Wir haben ja bevor wir unsere große Pause gemacht haben... Es hat schon da immer mal gestottert so ein bisschen was auch daran lag, dass ich irgendwie aus diesem Akademieversuch schon draußen war und du noch drinnen warst ist jetzt was, wo ich eigentlich heute auch drüber sprechen wollte.

00:30:05: Was wir noch nicht getan haben wie sich so etwas innerhalb der Partnerschaft anfühlen kann wenn bei dem einen sich was verändert und beim anderen nicht oder umgekehrt man sich gerade verändert hat und eigentlich der Wunsch danach ist oh das ist ja ein großes Thema fällt mir gerade auf Wann zieht er ab, andere Partner denn endlich mit und so weiter und sofort.

00:30:34: Also das sind ja Themen die im Grunde genommen auch mitgeschwungen haben bei uns also einfach zu gucken oder zu sehen okay gerade gehen wir eine Phase lang nicht exakt den gleichen Weg sondern teilweise auch geht jeder einzelne Wege um zu gucken Und wann kommt das zusammen?

00:30:58: Also auch das ist was, was ja so ein bisschen in die Beziehungsperspektive Praxis reingewirkt hat.

00:31:10: Also total und es ist tatsächlich ein riesengroßes Thema Das hat ja damals sogar schon angefangen, irgendwie als wir dann David Schneich gelesen haben und da das eigentlich auch schon mal vorkamen.

00:31:23: So wie inwiefern zieht der Partner mit?

00:31:25: Und muss er überhaupt mehr ziehen oder kann er auch völlig andere Interessen haben?

00:31:31: Und trotzdem ist es eine gelingende Partnerschaft oder kann es eine gelingene Partnerschaft sein?

00:31:37: Und ich glaube am Ende ist unser Fazit können kann unser Fazid sein dass das durchaus gelingen kann Und das ist aber unglaublich herausforderndes.

00:31:47: Also tatsächlich dieses, je tiefer es auch geht, dass Interessen auseinandergehen, dass jemand wirklich ein Lebensweg geht und der andere geht nicht mit weil er einen anderen Lebensweg hat.

00:32:05: Da setzt diese Biografische wieder ein, dass dann eben die alten Ängste von wenn der andere nicht mitkommt, was passiert dann mit mir?

00:32:15: Also diese alte Verlassungsangst, die ja eben vielleicht auch immer wieder eingeholt hat im Laufe seiner Biografie.

00:32:25: Die dann erstmal benannt und gesehen werden möchte um den Weg gehen zu können sich daraus zu befreien, sich aus diesem Kampf oder dieser Vorstellung zu befrienden dass das jetzt unbedingt das Ende sein müsste.

00:32:43: Dass es weitergehen kann, dass beide wirklich ihren Weg gehen können, dass es auch manchmal völlig auseinander gehen kann und trotzdem wird vielleicht sogar die Verbindung enger als vorher Die emotionale Verbindung Das wäre was, wofür ich eine Landse brechen würde.

00:33:07: Also... Was sich mir gezeigt hat, also das ist da durchaus völlig unterschiedliche Lebenswege geben kann und trotzdem eine ganz, ganz enge Verbindung.

00:33:23: Ja.

00:33:25: Genau, aber das ist ein Riesenthema und das greifen wir auf.

00:33:28: Das sind riesen... viele Riesenthemen die auch gleichen eine Menge Stichworte, also fallen mir dazu ein.

00:33:41: Ich behalte sie immer für mich, für heute kann dann die nächsten Male nochmal Thema werden aber zu den nächsten meinen wäre meine Frage noch mal an dich Wir haben bis wir im November vierundzwanzig unsere letzte Folge gemacht haben ja immer wieder auch die Tischgespräche gemacht, weil wir ja Jahr um Jahr unserer Beziehungen nochmal rückgeblickt haben.

00:34:06: Da sind wir gekommen bis zum Jahr zehnt.

00:34:08: zehn sind im Corona genommen vor einem ganz entscheidenden Punkt dann sozusagen in die Unterbrechung gekommen.

00:34:20: Für immer die Gespräche weiter.

00:34:21: machen wir das?

00:34:22: Ich würde sagen Ja!

00:34:24: Also wie auch immer das sich gestaltet, ob wir da wirklich jetzt Jahr um Jahr das machen oder vielleicht mehrere Jahre zusammenfassen.

00:34:34: Das können wir sehen.

00:34:36: aber das wäre tatsächlich in der Tatschade an dem Punkt dann stecken zu bleiben dass dann wiederholt sich das ja praktisch wider.

00:34:46: also das war ja genau die Phase in der wir stecken geblieben sind und in der es sich wirklich entschied Welchen Weg wir weitergehen?

00:34:57: Jetzt, wo du das versachst, fällt es mir wie Schuppen von den Augen tatsächlich.

00:35:00: Also wir sind bis zum Jahr zehntzehn gekommen und das war das Jahr, wo wir die erste Paterapie hinter uns hatten und die zweite Paterapien noch nicht begonnen hatten und es gab nochmal ein zweiheftige Eruption

00:35:19: also mindestens zwei

00:35:23: Ja, ja.

00:35:23: Also mir fallen zwei ein.

00:35:25: Eine zwartausend elf, eine zweitausend zwölf.

00:35:29: Ich würde sagen wir hören vielleicht die letzte Folge für uns nochmal um es mal wieder so ein bisschen abzudäten und dann können wir das nächste Mal mit den Tischgesprächen weitermachen.

00:35:43: also diese sind insofern auch echt wichtig weil unser Thema darüber ist ja noch irgendwann mein Buch geben soll genau das eigentlich beinhaltet.

00:35:55: Also wir haben das ja selber durchexistiert, wie wir uns entwickelt haben und dieser Scheideweg uns wirklich füreinander zu entscheiden der ist ja da genau jetzt gelegt.

00:36:08: insofern muss es da weitergehen.

00:36:12: Ansonsten sind wir nicht mehr glaubwürdig.

00:36:15: Wenn wir das nicht weiterführen Das sind ja jetzt nur noch sechzehn Freude.

00:36:26: Also wir können ihre Jahre zusammenfassen, aber es sind sechszehn Jahre über die wir noch Rückschau halten können

00:36:34: und das wird immer wichtiger.

00:36:35: also die ersten jahre das war schon irgendwie schön dass einfach nochmal das einfach noch mal Revue zu passieren aber jetzt wird es entscheidend.

00:36:45: Ja da stimmt.

00:36:45: dann würde ich sagen machen wir für heute im Punkt Ja, ich freue mich das wir wieder einsteigen und uns wird es natürlich auch freuen wenn ihr euch auch freut.

00:37:03: Bis zum nächsten

00:37:04: Mal!

00:37:05: Tschüss!

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