Teil 22 der Tischgespräche mit Judika und Eilert

Shownotes

„Auch wenn es das letzte ist, was ich will - ich denke ersthaft über Trennung nach!“ Das war 2012. Dieser zuvor und danach nicht noch einmal ausgesprochene Satz markierte den entscheidenden Wendepunkt in unserer Beziehung. Für uns war das eine regelrechte Eruption!

In der 22. Folge unserer Tischgespräche über 37 Jahre Beziehung sprechen wir darüber, wie diese tektonische Verschiebung von Erdplatten das Fundament unserer Beziehung neu geordnet hat - hin zu mehr Eigenständigkeit, hin zu mehr Zu-sich-selbst-Stehen und damit auch dahin, einander wieder aus frei willligen Herzen zuwenden zu können. Eine Entwicklung, die nachhaltig bis heute weiter wirkt.

"Das Leben an sich gehört mir! Aber ich teile es unglaublich gerne mit dir.“ - dieser Satz bringt diese Entwicklung wunderbar auf den Punkt.

Das bedeutet nicht, dass für uns der Himmel immer voller Geigen hängt. Das wäre ja auch langweilig. Aber heute wissen wir: "Wir haben nicht das Leben in der Hand, wir haben nur uns in der Hand, unsere Gestaltungsmöglichkeiten."


Judika Bartels und Eilert Bartels sind nicht nur Paar- und Sexualtherapeut*in, sondern auch seit über 37 Jahren ein Paar.

Was uns in all diesen Jahren berührt, bewegt, aufgerüttelt, uns auseinanderleben und wieder zusammenfinden lassen hat, darüber sprechen wir in hier.

Ihr findet uns übrigens auch hier:

https://www.beziehungsperspektive.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo, ich begrüße euch zu unserem Podcast und dem Tischgespräch.

00:00:06: Zwei-tausend zwölf?

00:00:08: Ja auch von mir hallo!

00:00:10: Was war

00:00:13: zweitausendzwölf?!

00:00:16: Also wir hatten einen Cliffhanger beim letzten Mal das wir erzählen wollten was so im Januar?

00:00:24: zwei tausend Zwölf.

00:00:25: dann war ja genau Da müsste ich, glaube ich mit Anfang zu empfehlen.

00:00:29: Ja, da müsstest du mit Anfang.

00:00:30: Ähm...

00:00:33: ...zwei Tausend Zwölf im Januar!

00:00:38: Wir waren mitten drinnen in unserer zweiten Parttherapie.

00:00:41: Wir hatten mal letztes Mal so erzählt von der Vase und davon dass ich irgendwie ganz viel gehalten habe.

00:00:48: Wir hätten das letzte Mal von dem Bein nach Fremd gehen erzählt und was das ausgelöst hatte, mit dem Bedürfnis mal alle Verantwortung loszulassen usw.

00:00:58: Und danach hat sich ja einiges entwickelt

00:01:04: und

00:01:05: es war aber noch nicht der Durchbruch.

00:01:08: irgendwie merkte ich im weiteren Verlauf von Es irgendwie immer noch stockte, dass ich so das Gefühl hatte... Ich muss noch ganz viel halten.

00:01:27: Ich muss ganz viel Raum halten für dich auch und so immer mit dem Fokus drauf.

00:01:33: Was entwickelt sich bei dir damit es am Ende für uns mal gut ist?

00:01:39: Letzter Konsequenz natürlich für mich gut ist steckt ja dahinter Und du ja gleichzeitig dadurch so viel Druck.

00:01:47: energetisch hatte es, dass ich gar nichts entwickeln konnte eigentlich.

00:01:52: Führte dazu, dass sich im Januar zwölf, irgendwann Mai... Ich war ja noch als Klavierbauer unterwegs und bei einem Kunden saß vor dem Klavier das gestimmt habe so über meine Situationen nachtachte, wo unsere Situation nachdachte in mir eine totale Trauer war mit die Tränen runterliefen Sowohl das Gefühl hatte, wenn ich so weiter mache wie bisher dann gehe ich vor die Hunde.

00:02:22: Und in dem Moment war es das erste Mal dass ich gemerkt habe ich denke ernsthaft über Trennung nach und dieses Thema mit Trennung was ja manchmal bei Paar und Sohn Dauerbrenner ist das immer wieder manipulativ irgendwie damit gespielt wird Nicht dieses oder jenes, dann trenne ich mich.

00:02:47: Solche Sprüchen haben wir ja nie gemacht.

00:02:50: Nee, das war tatsächlich vorher noch kein Thema gewesen?

00:02:53: Das war vorher noch nie ein Thema gewesen und es war auch in dem Moment von

00:03:01: mir

00:03:02: keinen... Wenn dieses oder je das nicht passiert, trenne Ich mich sondern es war halt tatsächlich so der Gedanke okay wenn es für mich so weitergeht wie bisher gehe ich vor die Hunde.

00:03:15: Ich muss den Fokus zu mir nehmen und dafür sorgen, dass es mir gut geht.

00:03:24: Und aus der Überlegung heraus kam tatsächlich so erstmals der Gedanke ich denke ernsthaft übertrennend war.

00:03:45: von der Schule abgeholt oder es war noch irgendwas.

00:03:49: Genau, du kamst jedenfalls nach Hause die Kinder sind an mir vorbei gleich ins Wohnzimmer oder ins Kinderzimmer weiß nicht und du spürtest sofort in mir ist was anders und hast mich gefragt was ist los?

00:04:06: Und ich habe gesagt auch wenn das das Letzte ist was ich will ich denke ernsthaft über Trennung

00:04:15: Ja, was mich... Soll ich mal kurz ein bisschen übernehmen?

00:04:18: Also was mich dann erstmal so ein bisschen aus dem Kalten erwischt hat.

00:04:22: Weil ich ja diesen ganzen Vorlauf den du hattest für dich, während du da im Klavier gesessen hast und gestimmt hast und also da ja schon so richtig einen ganzen Vorlauf hattet.

00:04:34: Hat mich das aus dem kalten erwascht.

00:04:37: Eben dieses Ich denke ernsthaft Übertrennung nach.

00:04:40: Und wenn mein Kopf rat hatte ist und ich dachte mir super, was ist denn jetzt Was ist denn da jetzt passiert?

00:04:47: Und ich hatte den Anschluss nicht und das hat mir erst mal ganz schön Angst gemacht.

00:04:52: Und genau aus dem Grund, ne dann hast du erstmal weitererzählt glaube ich.

00:04:58: Ne

00:05:01: eigentlich kam mich gar nicht dazu aber es ist glaube ich ganz gut weil also das Ereignis was wir gerade berichten das war ja eigentlich eine Kontinentalplattenverschiebung die so gefühlt wurde als das war eine Eruption Das war ja richtig eine Erschütterung auf beiden Seiten.

00:05:17: Ich glaube, das ist tatsächlich gut wenn da jeder seine sein erleben einfach.

00:05:23: Ja dann war es

00:05:25: bei dem aber ich kann gerne mal erzählen wie es nach meiner Wahrnehmung.

00:05:30: Aber dann dann war's glaub ich so dass ich darauf reagiert habe schon da ne?

00:05:35: Genau!

00:05:35: Also denn das erzähle ich noch kurz

00:05:39: und... Wie gesagt, wir können es aus zweiter Perspektiven erzählen Also du, deine und ich meine.

00:05:46: Auf jeden Fall war es also dadurch dass natürlich das vorher geschwählt hat und sich das entwickelt hat aber in dem Moment eben du für dich deine Gedankenkonstrukte hattest und überlegt hast wie komme ich denn hier klar?

00:06:01: Und sozusagen irgendwie da schon nicht ein Abgrund gerutscht warst während ich das noch nicht gemacht habe hatte ich plötzlich das Gefühl ja ganz viel verantwortlich zu sein dafür, dass es so weit gekommen ist.

00:06:17: Das vorderst was ich erinnere das ich sage ich denke ernsthaft über Trennung nach und du völlig erschüttert warst?

00:06:29: Das wollte ich gerade erzählen.

00:06:32: Und

00:06:33: dann davon ausging dass es ja nur an mir liegen kann, dass ich ja nur diejenige bin.

00:06:42: Ich habe dann irgendwie gefragt, ob das jetzt wirklich nur an mich?

00:06:47: Das kann doch nicht sein, dass wir dafür verantwortlich sind, dass unsere Besiege ungefähr waren.

00:06:53: Dann hast du doch besser gewissen als du es erzählst.

00:06:59: Aber das war damit gemeint zumindest, dass sich sofort alles auf mich genommen habe und gedacht hab so Ich habe jetzt dafür gesorgt, dass das alles gegen die Wand fährt und war völlig erschüttert.

00:07:15: Das war auch so eine Angstreaktion, weil ich wirklich alle schon zerbrechen sah.

00:07:20: Das Spannende war – und ich glaube, das zeichnet tatsächlich auch die andere Energie aus, die da in dem Moment da drinnen war, die du offen bei der Offernfang gespürt hast als du nach Hause kamst dass du sagst, das kann ja jetzt nicht sein.

00:07:38: Dass es an mir liegt und die Beziehung zerbricht.

00:07:41: Und ich tatsächlich in mir eine große Ruhe gespürt habe und gesagt hab du, das habe ich überhaupt nicht gesagt.

00:07:49: Es kann sein, dass ich noch gesagt habe Ich merke nur wenn ich so weitermache wie bisher dann gehe ich vor die Hunde.

00:07:56: Das hast du glaube ich noch vorher gesagt?

00:07:59: Ja.

00:08:02: Das war der Grund, warum ich das gesagt habe.

00:08:05: Nur ich denke ernsthaft über Trennung nach war für mich da hab' ich noch zu wenig in der Hand gehabt und auch damit also wenn ich jetzt so weitermache dann gehe ich vor die Hunde.

00:08:17: Das war immer noch nicht wirklich was wo ich sagen konnte.

00:08:22: Da weiß ich jetzt genau was in dir vorgegangen ist.

00:08:26: Was dann passierte war... Also ich erzähle es jetzt aus meiner Perspektive, dass du einen regelrechten Zusammenbruch hattest in dem Gefühl ich bin jetzt für alles verantwortlich.

00:08:42: Also wir haben uns dann am Arbeitszimmer.

00:08:43: der Stand damals so ein kleiner Sofa noch ein bisschen kleiner als das auf den jetzt sitzen und du gefühlt neben mir zusammengebrochen bist, gefühled völlig an Boden lagst und anfing zu reflektieren also sozusagen halt deinen Anteil zu reflektieren und gesagt, das stimmt schon.

00:09:04: Ich habe mich Konflikten entzogen und ich habe bestimmt hier und auch manipulativ agiert.

00:09:11: und also du warst ganz wie irgendwie im Reflektieren anergen eingestehen.

00:09:18: und während du das tatest hatte ich so energetisch das Gefühl rechtest du dich immer mehr auf und wirst nicht nur wieder lebensgroß sondern tatsächlich so dass ich irgendwie merkte Krass, du machst dich gerade so verletzlich und so nackig.

00:09:39: Und zeigst Dich in Deiner... Ja ist das jetzt einfach mal so in Deine ganzen... In Anführungszeichen hässlichkeit?

00:09:47: Dass mich das ebenso zum Zusammenbruch gebracht hat.

00:09:51: Und ich dann auch total das Schlurzen anfingen.

00:09:55: Auch erstmal am Boden lag energetisch in mir eigentlich der gleiche Prozess dann auch durchlief, irgendwie zu sehen ok wo habe ich den Unterdruck gesetzt?

00:10:07: Wo hab' ich versucht dich von hinten durch die Brust das Auge zum Manipulieren?

00:10:11: Wo habe ich denn meine Bedürfnisse nicht klar geäußert sondern hat es jetzt schon viel zu respektiert.

00:10:20: Soweit war oder waren wir teilweise soweit würde sagen.

00:10:25: aber es war jedenfalls auch so, dass ich merkte okay da hatte ich meinen Anteil zu mir zu nehmen an dem was sich in unserer Beziehung so verkrustet verhärtet und verklebt hat lässt mich auch wieder aufrechten.

00:10:46: Und dann hatte ich so hinterher das Gefühl wir stehen jetzt beide haben es beide quasi die Hosen runtergelasten Hässlichkeit voreinander, da gibt es nichts mehr zu verbergen und zu beschönigen.

00:11:06: Und gleichzeitig stellte sich in dem Moment eine ganz tiefe Ruhe ein und das Gefühl jetzt haben wir einen Fundament auf den wir weitergehen können.

00:11:16: Ja im Grunde genommen war das also jetzt mal ganz abgesehen davon dass das einfach ein tiefer Moment war von dem er erzähle ich dann gleich auch nochmal wie's für mich dann war.

00:11:25: War das aber tatsächlich die Grundlage auf der wir dann echt gemerkt haben was eigentlich Auch unsere Arbeit, also damals haben wir ja noch nicht als Paratherapeuten gearbeitet.

00:11:37: Aber so diese Erfahrung hat jedenfalls uns da sehr geprägt in dem wie wir dann später damit gearbeitet haben.

00:11:46: Also weil das irgendwie das Wichtigste war eben die Dinge auf den Tisch zu liegen.

00:11:54: Also sowohl sich selbst zu reflektieren was habe ich dazu beigetragen dass es dahin kommen konnte?

00:12:00: Also das war für mich auch tatsächlich total wichtig, um überhaupt wieder Verbindung aufzunehmen.

00:12:06: Um nicht sozusagen in mein Schneckenhaus mich zurückzuziehen und vielleicht einfach beleidigt zu sein, zu denken

00:12:14: warum

00:12:15: gehst du mir hier derartig an?

00:12:18: Warum ist plötzlich jetzt hier Trennung im Raum?

00:12:21: Und also so wie die erste Reaktion bei mir war dieses Beuch... Was passiert hier auf einmal?

00:12:30: Und dann eben zu spüren, das ist was Wichtiges, was hier passiert.

00:12:36: Das ist etwas Offenbarendes und es ist jetzt genau die Gelegenheit nicht nur zur offenen Bahn.

00:12:44: Was habe ich getan oder was habe ich dazu getan dass es diese Situation ergeben konnte sondern eben auch was habe Ich auch bei dir gesehen oder was hab ich auch vermisst?

00:12:55: Also ich war zu dem Zeitpunkt zwar noch weniger soweit, dass ich sagen konnte was hat mir einfach auch total gefehlt oder so.

00:13:04: Aber es war das Gefühl zumindest schon mal da damit auch ehrlich sein zu können also sozusagen auch dich zu verletzen zu dürfen nicht mehr zu meinen irgendwie naja wir müssen das ja alles irgendwie in gute Harmonie irgendwie unsere Beziehung so aufrechterhalten, die muss ja stehen können.

00:13:27: Jeder muss ja geschützt sein und darf nicht einmal hinten überkippen und sich furchtbar verletzt fühlen, sondern das ist eben auch möglich.

00:13:40: Das darf eben auch sein!

00:13:43: Und das hat mir tatsächlich Sicherheit gegeben.

00:13:46: Also, mir ist es immer schon leichter gefallen damals zumindest mich selber zu reflektieren und zu sagen was... Was hab ich dazu beigetragen?

00:13:57: Aber ich hatte das Gefühl dass da wirklich so ein Tisch vor uns und wir legen gerade jede einzelne Sache die schon lange irgendwo in uns geschlimmert hat auf den Tisch und sagen so guck mal und hier habe ich noch etwas!

00:14:15: Das war so, und du bist aber auch das Magische.

00:14:19: Also das was du sagst mit dieser wir standen in aller Hässlichkeit voneinander also eben diese absolute Ehrlichkeit da gibt es nicht mehr etwas was noch schnell verändert werden muss beschönigt werden muss damit wir nicht allzu schrecklich dastehen sondern das war eben möglich zu sagen ja ich habe mich Also sozusagen krass gesagt.

00:14:42: Das haben wir so nicht getan, aber ich habe mich in der Stelle wie ein Arschloch verhalten um das und das zu erreichen.

00:14:52: Und zu riskieren dass der andere denkt, oh Gott, das will ich nicht.

00:14:56: Das habe ich ja gar nicht gewusst, dass du so bist.

00:15:00: Ja, und das waren die Karten, die wir an dem Tag beide offen gelegt haben.

00:15:06: Und das

00:15:07: Entscheidende dabei ist... Also es braucht ja Mut, um das offen zu legen.

00:15:14: Total!

00:15:17: Ja und das ist sehr existenziell?

00:15:21: Das

00:15:23: machst du wahrscheinlich auch nur wenn das existenzielle ist oder wenn Du die absolute Sicherheit hast dass Du von Deinem Gegenüber nicht gekapft hast.

00:15:35: Und das war beides der Fall.

00:15:36: also Es war einmal natürlich dieses Da geht jemand jetzt so weit, also gingst du dann so weit zu sagen.

00:15:44: ich denke ernsthaft über Trennung nach und sprichst damit etwas aus was so schrecklich irgendwie vorher oder was unmöglich gewesen wäre weil es ihm so große Angst gemacht hat.

00:15:59: Die Angst vor Trennung... Also ich kann's zumindest bei mir sagen die Angst vor trennung war groß und das war auch gleichzeitig dieser beengende Klebstoff, der mich dann irgendwie daran gehindert hat wirklich ganz ehrlich zu werden überhaupt.

00:16:17: Eben aus dieser Angst dass es dann auseinander bricht, mich dann lieber nochmal ein bisschen enger dran zu kletten und in dem Moment wo du das ausgesprochen hast und ich auch tatsächlich diesen anderen Satz also dieses was dann aus mir rausgebrochen ist, dieses bin ich jetzt verantwortlich dafür Was dann auch klar war, natürlich bin ich das nicht.

00:16:40: Wir sind beide gleichverantwortlich und über deine Gedanken bist du verantwortlich.

00:16:47: Und über unsere Beziehung sind wir natürlich beide verantwortlichen – beides zu hundert Prozent.

00:16:55: Beide zu hundert Prozent oder zweihundert Prozent?

00:16:57: Genau!

00:16:59: Das machte aus, dass eben einfach die Trennung mitgedacht wurde... Auch selbst ich habe die Trennung dann mitgedacht.

00:17:08: Künftig?

00:17:10: Ja und in dem Moment eben auch, das machte auch aus dass wir alles auf den Tisch liegen konnten oder ich eben alles auf der Tisch legen konnte weil es nicht mehr darum ging.

00:17:19: Ich musste irgendwas retten schützen beschönigen zusammenhalten Und das ist mir so eine super Erleichterung gewesen und die hat gehalten.

00:17:32: also auf jeden Fall

00:17:35: hat uns dann später zu dem Satz geführt, dass für

00:17:39: eine

00:17:40: gesunde Beziehungsentwicklung Trennung immer eine Option sein muss.

00:17:44: Genau also zumindest muss sie mit dabei sein können damit es die Freiheit gibt sich freiwillig zu entscheiden?

00:17:54: Absolut ja.

00:17:56: ich finde das an der Stelle aber tatsächlich nochmal wichtig weil als anders nicht funktioniert hätte dass an diesem Vormittag, wo ich davor im Klavier saß mit den Tränen runter lief und sich halt wirklich mein Fokus gedreht hatte.

00:18:10: Vorher war ich mit meinem Fokus bei dir, habe auf die rüber geschielt und geguckt.

00:18:14: passiert ja vielleicht doch noch mal eine Veränderung in meinem Sinne.

00:18:18: Und

00:18:19: in dem Sinne war ich so lange nicht mein Fokuss.

00:18:24: Bei dir hatte noch eine Abhängigkeit Potenzial in der Situation, wo ich vielleicht versucht hätte was bei dir zu bewirken.

00:18:34: Wenn ich da gesagt hätte, ich denke Anzahl über Trennung nach aus einer Haltung heraus bei dir vielleicht etwas zu bewirkten, hätte das nicht funktioniert.

00:18:47: und dadurch dass tatsächlich sich der Fokus gedreht hatte und ich gesagt habe okay oder gespürt hab ok hier geht es jetzt nicht mehr um dich, für mich.

00:19:01: An jeder Stelle geht es um mich und mein Überleben.

00:19:06: Auf jeden Fall.

00:19:07: Also auf jeden Fall in dem Sinne dafür zu sorgen dass ich ein Leben führe indem ich nicht vor die Wunder gehe immer zu neu und auch mit meinen Bedürfnissen Und aus der Erhaltung.

00:19:20: ich gucke was mir gut tut und tut mir die Beziehungen auch gut hat.

00:19:24: Ich glaube, an der Stelle tatsächlich die Haltung von einer abhängigen Haltung.

00:19:29: Was passiert denn bei dir?

00:19:30: Verändert sich bei dir was hin zu?

00:19:34: ich gucke, was mir jetzt gerade gut tut und was es mir gut tut.

00:19:38: mit dieser Haltung konnte das funktionieren.

00:19:44: Also ich glaube auch dass in dem Moment diese Haltung also ja unsere Beiderhaltung einfach dazu beigetragen hat, sich dieses Gefühl, also ich glaube ja wahrscheinlich bei dir auch ein mehr eingestellt hat dass die Beziehung hier zumindest jetzt wieder gut tut oder das eben diese Haltung dir guttut.

00:20:10: Also eigentlich eher die Haltung nicht so wie eine Beziehungen sondern die Haltung

00:20:14: Die Haltung auf jeden Fall.

00:20:16: Die Haltungen den Fokus, ich will nicht sagen zu hundert Prozent bei sich zu behalten.

00:20:23: Nicht so krass Du mir egal

00:20:25: bist.

00:20:27: Also im Gegenteil, das ist ja für mich von großer Wichtigkeit dass es dem Menschen die ich liebe gut geht.

00:20:35: also er ist auch für meine Wohlbefinden wichtig und trotzdem kann ich mich davon nicht abhängig machen.

00:20:41: und diese Bewusstheit darüber so als es kann ja tausend Gründe haben warum dir nicht gut geht.

00:20:48: Das muss mit mir nicht mal was zu tun haben und was fällt mir denn da jetzt ein?

00:20:55: Ja, keine Ahnung.

00:20:57: Wenn du eine Magenverstimmung hast und dich irgendwie einen halben Tag übergibst dann trotzdem in der Halterung zu bleiben okay?

00:21:05: Ich kann jetzt gerade irgendwie fürsorglich sein ich kann mich um dich kümmern.

00:21:11: gleichzeitig ist es aber wichtig dass ich dafür sauge das es mir gut geht so dass ich mich nicht völlig dafür vergesse und mich um Dich kümmere sondern halt.

00:21:24: Ich glaube, was ja in so einem Fall häufig passiert, wenn ich mich selber völlig vergesse.

00:21:29: Dass sich ein alter automatisierter Musterrutscher die von Gott weiß vorher aus der Vergangenheit, dass er Biografie kommt eigentlich mit der Absicht das, wenn es dir gut geht auch mir gutgeht aber das Sicherheit einfach zu einer Abhängigkeit führt und dann ist es halt wichtig.

00:21:49: Also ich glaube das hat sich dann auch wirklich daraus weiterentwickelt, also insofern war das sehr nachhaltig und genau dieses was du jetzt sagst.

00:21:58: Also dieses... also im Umkehrschluss es muss mir, also es darf mir auch gut gehen wenn's dem anderen nicht gut geht.

00:22:09: Das folgt ja daraus und das ist entscheidend wichtig dass ich eben nicht sagen muss eine Beziehung heißt, dass es beiden immer gleich gut gehen muss Ich dann dafür sorgen muss, dass es dem anderen gut geht.

00:22:23: Ansonsten gibt's mir auch Grotten schlecht und das ist natürlich die Abhängigkeit genau.

00:22:29: Und sich aber daraus zu bewegen und eigenständig zu entwickeln, zu sagen ja der andere hat vielleicht eine ganz schlimme Phase und fühlt sich jetzt gerade irgendwie völlig minderwertig oder irgendwie kommt in der Gesellschaft grad nicht an oder wie auch immer.

00:22:50: Und bei mir sieht es aber gerade anders aus und ich genieße das Leben gerade, weil es mir gerade irgendwie sehr viele Dinge eröffnet.

00:23:00: Dann ist es eben entscheidend dass sich nicht dahin kommen zu denken naja wenn es dem anderen aber jetzt gerade in den Punkt nicht gut geht dann darf ich das Leben auch nicht genießen.

00:23:12: Natürlich muss Mir klarmachen, dass es mein Leben ist.

00:23:18: Und weiterhin und auch in Beziehung ist das mein Leben.

00:23:21: Ja, ja.

00:23:22: Also das Bewusstsein darüber ein eigenständiger Mensch zu bleiben, auch wenn wir im Beziehungen sind.

00:23:32: Ich musste gerade dran denken, dass ich ja vor einigen Jahren noch immer wieder mal so depressive Taylor durchschritten habe.

00:23:41: Irgendwann auch ganz bewusst gesagt hab du mir gehst grad scheiße Ich leg mich ins Bett, ziehe die Decke über den Kopf und mach' die Tür zu.

00:23:50: Und

00:23:51: da dann wirklich sehr dankbar war, dass du dein Leben weiterlebst... ...und nicht da in Ruhe selbst überlässt.

00:24:00: Also ich fand es schön, dass Du einen zwei Mal am Tag reingeguckt hast.

00:24:04: Markus gefragt hat ob ich irgendwas brauche und mich ansonsten dann auch im neuen Weltjournal alleine gelassen.

00:24:12: Weil ich dann tatsächlich auch die Chance hatte, daraus selber wieder rauszukrabbeln und so nach zwei Tagen fähnt es dann langweilig zu werden.

00:24:22: Und dann konnte ich auch wieder rauskommen, aber ja das betrifft tatsächlich so dieses Thema.

00:24:28: Es hat niemand was davon in der anderen mit leidet.

00:24:32: Ja genau.

00:24:32: Mit Gefühl ist okay.

00:24:35: Aber etwas

00:24:36: mit Leiden...

00:24:38: Aber auch das mussten wir lernen.

00:24:39: Das mussten die total lernen.

00:24:41: also ich glaube davor war Gab es bei dir häufiger dieses Gefühl mit der Stellampe?

00:24:49: Also, sich wie so eine Stelllampe zu fühlen und irgendwo abgestellt zu werden.

00:24:56: Während ich irgendwie sozusagen an die Hörvorbeirausche und mich um alles kümmere, nur nicht um dich.

00:25:04: Das war jetzt ein bisschen übertrieben gesagt aber... Und das war vorher und das ist glaube ich danach Stehlampegefühl bei dir aber nie mehr gewesen, weil auch deine Haltung sich da total verändert hatte.

00:25:20: Also es gibt bis heute mal Situationen wo ich mir mehr Zuwendung und Aufmerksamkeit wünsche Aber mein Selbstgefühl ist ein anderes Und vor allem weiß ich dass ich im Gegensatz zu einer Stehlampel nicht dazu verdonnert bin in der Ecke zu stehen und so warten das endlich mal jemand kommt

00:25:41: So wie mit der

00:25:44: Vase in der letzten Folge.

00:25:46: Sondern dass ich auch sagen kann, hey!

00:25:48: Ich brauche das oder mir fehlt das?

00:25:50: Oder das fand ich jetzt doof?

00:25:52: Genau.

00:25:53: Oder gewisserweise was dafür tun kannst.

00:25:56: Ja und du gleichzeitig in dem Moment aber weißt so... Du bist jetzt nicht automatisch dafür verantwortlich, dass ich etwas brauche oder dass mir was fehlt.

00:26:07: Mir kann ja auch was fehlen ohne Du, der Auslöser dafür bist.

00:26:11: Und selbst wenn du der Ausloser davor bist heißt das immer noch nicht dass du zwangsläufig verantwortlich.

00:26:18: Ne genau.

00:26:18: So einfach weil ich ja auch ein eigenständiger Mensch bin und ich glaube dafür hat tatsächlich diese Eruption im Januar, Zwei-Tausen-Zwölf den Grundstein gelegt.

00:26:30: Absolut!

00:26:32: Und tatsächlich war es für mich wirklich eine Eruption tektronische Verschiebung von Erdplatten.

00:26:43: Das ist so etwas geschwürt, also okay.

00:26:45: So zwei Airdroinen die noch irgendwie unklar in der Gegend rumgeworbert sind, sind immer so aneinander gerumpelt und haben aber dadurch auch eine Stabilität bekommen.

00:26:56: Und ich finde das irgendwie... Da bin ich es natürlich wirklich nur bei meinem Leben ohne Aussage für andere Paare.

00:27:05: Aber für mich hat's tatsächlich Gleichzeitigkeit hergestellt von dadurch, dass Trennung eine Option ist.

00:27:18: Tatsächlich hier Trennung nicht mehr wichtig ist?

00:27:22: Ja genau diese Relation hat sich auch eingestellt.

00:27:27: Man mal ganz davon abgesehen das ich sagen würde wir haben zwei Kinder miteinander.

00:27:31: Wir haben sieben, dreißig Jahre geteiltes Leben.

00:27:34: Trennen lässt sich an so einem Punkt glaube ich ohnehin ordentlich um außen her stehen.

00:27:40: Also auf jeden Fall natürlich waren die Voraussetzungen so, dass es echt schwierig gewesen wäre.

00:27:45: Aber das ist ja genau das Nachhaltige, also dass auf der einen Seite die Angst vor wirklicher Trennung nicht mehr so groß ist und deswegen da mehr Flexibilität entstehen kann.

00:28:01: Und auf der anderen Seite eben auch das Bewusstsein dafür, innerhalb einer Beziehung ohne wirkliche Trennung vieles sich trennen kann und es gut ist, wenn das sich trennt.

00:28:14: Also sowohl Vorstellungen als auch wirklich auch sozusagen Lebensräume also so kleine Lebensräumen.

00:28:22: Wenn wir einfach bestimmte Zeiträume meinen oder einfach Orte in der Wohnung oder was weiß ich?

00:28:30: Dass jeder irgendwie sein Zimmer kriegt oder dass jeder einen Bereich für sich kriegt oder dass eben Zeiträumetriege gibt, die einfach nur für mich da sind.

00:28:41: Das sind ja alles kleine und ohne dich.

00:28:43: Es ist ja alle kleine Trennungen sozusagen, die aber sogar dafür sorgen können, dass die eigentliche Beziehung sogar noch enger wird und vertrauensvoller wird.

00:28:58: Also das was eben dann nicht mehr so klebt... So wie Abhängigkeiten.

00:29:04: Also die sind dann einfach weg oder nicht weg natürlich, also man ist immer irgendwann abhängig klar aber sie sind dann weniger und es gibt mehr sozusagen freiwillige Trennung, die jetzt gerade in Momenten gut sind die dann eben die Eigenständigkeit jedes einzelnen Vordergrund stellt und damit eigentlich die Verbindung wieder stärker macht, weil es dieses Vertrauen so sehr schürt.

00:29:37: In die Beziehung und in das dass mich das jetzt nicht von dem anderen wegtreibt und dass der andere mich jetzt auch vielleicht gar nicht mehr haben will wenn er jetzt Zeit für sich braucht.

00:29:52: Du sagst es gerade freiwillige Trennungen.

00:29:56: Das hängt ja eng miteinander zusammen, dass das gleichzeitig auch bedeutet, dass du dich freiwillig aneinander zuwenden kannst?

00:30:05: Genau!

00:30:05: Das ist natürlich der Gegenpol dazu.

00:30:09: Ja eben nicht mehr aus Abhängigkeit sondern

00:30:12: einfach

00:30:12: weil du's willst, weil ich es will.

00:30:15: Genau, das ist im Grunde das was sich mit... Dass die Verbindung eigentlich sogar stärker wird gemeint ist.

00:30:23: Ich kann mich sowohl trennen als auch natürlich zuwenden und dann aus diesem, ja aus dem eigenständigen heraus, wenn ich mich da noch wirklich zu.

00:30:33: Und nicht aus Abhängigkeit heraus.

00:30:35: Ja,

00:30:36: ich glaube das war tatsächlich jetzt für diese Podcastfolge das Wichtigste von diesem Ereignis zu erzählen.

00:30:42: Und ich glaube was sich in den Jahr zwölf aus diesem Eereignis ergeben hat, dass war auf jeden Fall etwas was sich daraus ergeben war, dass sich in unserer Vorstellung von Sexualität was verändert hat.

00:30:56: zum einen.

00:30:57: Nämlich die Vorstellung es müsste etwas Bestimmtes passieren ist eine Offenheit gewichen und einfach Zeit miteinander und gucken was passiert.

00:31:06: Stimmt das war ja auch die Zeit?

00:31:09: Und das fing nämlich unmittelbar nach diesem Ereignis.

00:31:15: Also in gewisser Weise war das ein Stück weit das Fazit, was wir daraus gezogen haben oder die Konsequenz, die wir da rausgezogen haben.

00:31:22: Dass wir uns einmal die Woche dadurch dass wir beide selbstständig sind ging das, dass wir uns einen Vormittag in der Woche Zeit genommen haben wenn die Kinder in der Schule waren mit der Option, dass das stattfinden kann aber nicht muss Sondern dass wir einfach nur Zeit miteinander haben, in der auch nicht irgendwie steuereileicht wird oder sonst was, sondern wirklich Zeit die wir zusammen hatten zum Rheinspüren.

00:31:50: Was ist jetzt gerade dran?

00:31:52: Was will grade gefühlt werden und vielleicht auch erzählt werden, was will miteinander getan werden... Also das haben wir viele Jahre durchgezogen, ich schätze mal so bis

00:32:06: Ja, ich denke auch.

00:32:08: Haben wir das wirklich jede Woche unseren Vormittag gehabt?

00:32:11: Es waren immer so, ja, ich weiß nicht, vier Stunden die wir hatten und wir sind oft in der Kiste gelandet in der Zeit und manchmal aber auch nicht.

00:32:21: Ja, also da ist es ja auch in dieser Zeit.

00:32:24: auch hat sich so geprägt diese Idee möglich mit allem da zu sein eben in diesen vier Stunden.

00:32:32: Das war Einfach dieses Gefühl, mit allem da zu sein.

00:32:38: Also mit aller Unsicherheit, mit aller Angst die da aufkheimt.

00:32:44: Mit allem Unwohlsein, mit allen nicht wollen, mit einem doch wollen...

00:32:50: Mit ein Gedanken, die vielleicht schwer schießen?

00:32:52: Genau!

00:32:52: Mit allem Gedanken und sei es Steuererklärung oder was weiß ich.

00:32:57: Und sich deswegen nicht schlecht fühlen zu müssen weil es ja jetzt überhaupt nicht dazugehört und so weiter, also diese ganzen Dinge mit denen man sich dann auch das alles schön kaputt machen kann.

00:33:09: Dass die eben nicht da sein mussten, weil eben alle Gedanken erlaubt waren.

00:33:15: Also die Erlaubnis haben wir uns ganz bewusst gegeben.

00:33:17: Alle Gedanken und eine Gefühle?

00:33:19: Alle Gedanken, alle Gefühlen, alle Körperempfindungen.

00:33:24: Und was dann bedeutete, dass es sein konnte, vielleicht zwei Stunden von den vier Stunden dazu verwendet haben, uns zu unterhalten und um alles auf dem Tisch zu legen was da gerade jetzt da ist.

00:33:38: Um dann vielleicht in den letzten zwei Stunden noch es wirklich einfach schön zu haben und sozusagen wie so ernten zu können aus dem was vorbereitet wurde in den ersten zwei Stunden.

00:33:54: Und es hat sich aber immer gelohnt, also es war eigentlich nie so oder selten sagen wir mal so dass das wir gedacht hatten.

00:34:00: So naja wie haben wir eigentlich diese vier Stunden jetzt verbracht?

00:34:03: Das hätten uns auch sparen können oder so.

00:34:06: Habe

00:34:07: ich eigentlich... Was hab' ich denn hier gedacht?

00:34:10: Hast du das mal

00:34:11: gedacht?

00:34:11: Nein, ich kann mich auch nicht erinnern.

00:34:12: Aber ich hatte das Gefühl, es kann natürlich mal in diesen Jahren vorgekommen sein, aber ich glaube ist sogar noch nicht mehr vorbekommen weil's eben so ein So ein Rahmen war, der bei dem so viel möglich war.

00:34:26: Ja das waren der Tat ganz wichtige Erfahrungen die wir da gemacht

00:34:30: haben.

00:34:30: Absolut ja.

00:34:33: Ja, glaubt man?

00:34:34: Haben wir das Jahr zwölf?

00:34:37: Genau also nur so.

00:34:38: abschließend will ich noch sagen dass sich eben Ende zweitausendzwölf so ein ganz glückliches Gefühl hatte.

00:34:45: und als ich dir dann den Brief geschrieben habe, den wäre dann nochmal irgendwie Anfang der, der im Jahr- und Jahrzehnte vorgelesen hatten.

00:34:57: Als ich dir den geschrieben hatte, da habe ich wirklich so ein absolut grundlegend glückliches Gefühl gehabt und gedacht, boah wir haben was geschafft!

00:35:06: Das war unglaublich.

00:35:09: Ja

00:35:09: also von dieser wirklich echt schwierigen schrecklichen Zeit hin dahin zu spüren, wie das ist irgendwie wirklich ein Gefühl für Eigenständigkeit zu kriegen und aber gleichzeitig für Verbindung.

00:35:24: Also für so viel Freiheit wie möglich und so viel Bindung wie möglich um da so einen Vertrauen zu spühlen.

00:35:34: also das weiß ich noch dass ich damals gedacht habe Ich bin eigentlich wirklich echt glücklich Es ist uns beiden da was gelungen was ich mir nicht hätte vorstellen können in meinen Träumen.

00:35:51: Und eben, dass wir so Wege gegangen sind und ich habe eben in diesem Brief ging es für mich um Wege.

00:35:57: also welche Wege sind wir gegangen?

00:35:59: Wie ist das im Moment?

00:36:03: Wenn wir auch immer wieder zwar parallel gehen aber auf unseren eigenen Wegen Und dann begegnen wir uns immer wieder, merken ist das schön.

00:36:12: Uns zu begegnern und dann war auch wieder auf den Wegen einzeln weiterzugehen und zu merken ja Das Leben an sich gehört mir Aber ich teile es unglaublich gerne mit dir.

00:36:26: Ja das Leben gehört mir aber ich teils unglaublich gern mit dir.

00:36:31: Ich erinnere mich an das Gitze die du dazu gemeint hattest wo so zwei wege parallel liefen und dann geht jeder ein Stück.

00:36:39: Also machen die Wege so eine Beule nach außen auf beiden Seiten als Bild dafür, dass jeder auch seinen eigenen Weg geht und die Wegen manchmal nicht nebeneinander herlaufen.

00:36:50: Und dann aber wieder zusammenführen.

00:36:53: Ja genau.

00:36:54: Jetzt überlege ich grad... ...sieh'n

00:36:57: Jahr...

00:36:58: ...Zwahltausend zwölf waren wir zweiundzwanzig Jahre zusammen.

00:37:01: Jetzt sind wir sieben- dreißig jahre zusammen.

00:37:04: da ist ja auch noch mal viel passiert.

00:37:06: und was sich jetzt gerade so Ich denke, wir sind ja weit davon entfernt dass man jetzt das Buch zugelappen könnte so Disney-mäßig und sagen konnte unzelebten glücklich bis an ihr Lebensende.

00:37:22: Und alles war nur noch schöner der Himmel hingegen voller Geigen.

00:37:27: Also es bleibt lebendig.

00:37:29: Bis heute bleibt's lebendlich.

00:37:32: Ja was will ich damit sagen?

00:37:36: Was nicht!

00:37:39: Also das was du gesagt hast, dass das Leben lebendig bleibt und dass es gut so ist.

00:37:44: Dass nichts irgendwie in sich erstarrt und einfriert und man nicht so halten muss wie's ist sondern auch alles wieder wackelig werden darf.

00:37:55: Und sich sogar Abhängigkeiten einstellen dürfen.

00:38:00: Das Wichtigste ist eigentlich nur sie zu identifizieren und zu merken okay wollen wir das?

00:38:07: Und wenn nicht, was können wir dagegen tun?

00:38:13: Womit noch mal bestätigt wird.

00:38:15: Was ich in der letzten Folge gesagt habe das Leben läuft spiral für mich und da kommen immer wieder einen gleichen Baustein vorbei aber wir gucken sie wie das mal aus einer anderen Perspektive war.

00:38:27: Genau!

00:38:30: Das ist total schön und beruhigend und gleichzeitig liebendig.

00:38:38: Wir können immer wieder sagen Was kommt?

00:38:42: Und das ist gut so.

00:38:44: Wir haben immer mehr in der Hand, Dinge zu ergreifen und für uns so zu richten wie es gut ist.

00:38:54: Also wir haben uns selbst immer mehr anhand.

00:38:57: So wollte ich glaube es

00:38:58: sein.

00:39:02: Das würde ich sagen ist eine Einsicht des Ätherwerdens dass es viele Dinge gibt die wir einfach nicht in der

00:39:09: hand haben.

00:39:12: Also das stimmt und es gleichzeitig so, dass wir uns aber mehr in der Hand haben.

00:39:17: Das ist richtig!

00:39:19: Wir können schon gestalten... Wir haben nicht das Leben in der hand, sondern unsere Gestaltungsmöglichkeiten.

00:39:28: Wir sind hochphilosophisch heute oder?

00:39:31: Oh

00:39:31: mein Gott!

00:39:31: Das Leben

00:39:32: ist philosophisch!

00:39:37: Macht's ganz gut bis zum nächsten Mal Und bis dann.

00:39:43: Bis dahin,

00:39:44: tschüss!

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